Akupunktur

Akupunktur/ Traditionelle Chinesische Medizin

Die Akupunktur hat in der chinesischen Medizin eine lange Tradition von weit über 2000 Jahren.
Viele Erkenntnisse der westlichen Schulmedizin lassen sich mit denen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin vereinbaren. Als erweiterte Therapiemöglichkeit, welche nicht alternativen, sondern unterstützenden Sinn haben sollte, ist die Akupunktur nach eingehender Diagnostik in die Behandlung westlicher Praxis integrierbar.
Vor allem schulmedizinisch austherapierte Patienten sollten von der Akupunktur als unterstützende Massnahme profitieren können.
Es werden dabei an bestimmten lokalisierten Akupunkturpunkten, die auf sogenannten definierten Längsbahnen (Meridiane) an der Körperoberfläche liegen, mit Hilfe von z.B. sterilen Einmalnadeln Reize gesetzt, um somit den gestörten Fluss der Lebensenergie Qi positiv zu beeinflussen.
Die Akupunktur wirkt entspannend, schmerzlösend, beruhigend, vegetativ ausgleichend und immunstimulierend.
Unterstützen kann man die Schmerztherapie durch Schröpfen, Moxibustion oder Guasha.

Indikationen
• Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
• Bandscheibenvorfall
• Intercostalneuralgie
• Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
• Sehnen- und Gelenkerkrankungen
• Tennisellenbogen oder Golferellenbogen
• chronische Hüftgelenkschmerzen
• Kniegelenkschmerzen (Gonarthrose)
• Carpal-Tunnel-Syndrom (CTS)
• Sonstige Arthroseleiden
• Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen
• Förderung der Wundheilung
• Vorbeugen von Entzündungen
• abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung
• uvm.

Kontraindikation

Autoimmunerkrankungen, Infektion, maligne Tumorerkrankungen, Marcumartherapie, Psychosen,
Schwangere (relative Kontraindikation),

Seit dem Jahre 2007 wird die Akupunktur als Kassenleistung übernommen, jedoch nur für die Arthrose im Kniegelenk und für Schmerzen im unteren Rückenbereich.
Alle anderen Erkrankungen werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen
und sind somit Selbstzahlerleistungen nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten.

Eine Akupunkturbehandlung kostet je nach Behandlungsdauer („Ein-Punkt-Therapie“ kann wenige Minuten dauern, ansonsten 20-30 Minuten) und - aufwand etwa 30 bis 70 € pro Sitzung. Empfohlen werden je nach Beschwerdebild zwischen 10 bis 15 Sitzungen. Die Frequenz der anzusetzenden Akupunktursitzungen ergibt sich aus dem Verlauf der Therapie.

Des weiteren gibt es die Option, eine private Zusatzversicherung abzuschließen, die besondere Tarife für ärztliche Akupunktur und ärztliche chinesische Arzneitherapie (oft auch für andere Naturheilverfahren und Homöopathie) anbieten.

Bei anderen Beschwerden und wenn Ihr Versicherungsvertrag keine eindeutigen Regelungen enthält, ist es empfehlenswert, sich mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen.